Ratgeber

Rauchmelder und Verhalten bei Brand

Warum Rauchmelder Leben retten, wo sie hingehören und was du tust, wenn es brennt.

Rauch ist die eigentliche Gefahr

Die meisten Brandopfer sterben nicht durch Flammen, sondern durch Rauch, oft im Schlaf. Schon wenige Atemzüge des giftigen Brandrauchs machen bewusstlos. Ein Rauchwarnmelder weckt dich, bevor es dafür zu spät ist. Deshalb sind Rauchwarnmelder in Neubauten vorgeschrieben und in jedem bestehenden Haus dringend zu empfehlen.

Rauchmelder richtig anbringen

  • Mindestens: in jedem Schlafzimmer, im Kinderzimmer und im Flur, der als Fluchtweg dient. Besser: in jedem Wohnraum.
  • Position: an der Decke, in Raummitte, mindestens 50 cm von Wänden und Balken entfernt.
  • Nicht in Küche und Bad (Fehlalarme durch Dampf) und nicht in Zugluft.
  • Prüfen: einmal im Monat die Testtaste drücken. Batterie wechseln, sobald der Melder piepst, oder gleich Geräte mit 10-Jahres-Batterie nehmen.
  • Nach 10 Jahren austauschen, auch wenn er noch funktioniert.

Ein Melder kostet weniger als eine Tankfüllung. Er ist die günstigste Lebensversicherung, die es gibt.

Die häufigsten Brandursachen

  • Küche: Herd nie unbeaufsichtigt lassen. Bei einem Fettbrand niemals Wasser verwenden, das führt zu einer Explosion. Deckel drauf, Herd aus, Löschdecke.
  • Elektrik: Überlastete Mehrfachstecker, defekte Ladegeräte, Akkus, die beim Laden unbeaufsichtigt auf dem Sofa liegen. Akkus von E-Bikes und Werkzeug nur auf nicht brennbarer Unterlage laden.
  • Kamin und Ofen: Kamin regelmäßig kehren lassen, Asche nur in Metallbehältern mit Deckel entsorgen. Ein Kaminbrand ist bei uns einer der häufigsten Winter-Einsätze.
  • Kerzen und Adventkränze: nie unbeaufsichtigt, nicht neben Vorhängen, trockene Zweige sind Zunder.
  • Wäschetrockner und Waschmaschine: Flusensieb reinigen, nicht laufen lassen, wenn niemand zu Hause ist.
  • Landwirtschaft: Heustock-Temperatur kontrollieren, Maschinen abkühlen lassen, bevor sie in die Tenne kommen.

Wenn es brennt

  1. Ruhe bewahren und alle Personen aus dem Gefahrenbereich bringen. Kinder und ältere Menschen zuerst.
  2. Notruf 122, auch bei kleinen Bränden. Wo, was, wie viele Personen.
  3. Türen schließen, wenn du den Raum verlässt. Eine geschlossene Tür hält Feuer und Rauch minutenlang zurück.
  4. Kein Aufzug. Immer das Stiegenhaus benutzen.
  5. Bei Rauch: gebückt oder kriechend bewegen, die Luft am Boden ist besser. Mund und Nase mit einem feuchten Tuch bedecken.
  6. Ist der Fluchtweg verraucht: im Raum bleiben, Tür schließen, Ritzen mit nassen Tüchern abdichten, am Fenster bemerkbar machen. Die Feuerwehr holt dich.
  7. Löschversuch nur, wenn das Feuer klein ist und du dich nicht in Gefahr bringst. Feuerlöscher: Sicherungsstift ziehen, von unten in die Glut sprühen, Windrichtung beachten.
  8. Feuerwehr einweisen und Zufahrt freihalten.

Feuerlöscher und Löschdecke

Jeder Haushalt sollte einen 6-kg-Schaum- oder Pulverlöscher und in der Küche eine Löschdecke haben. Feuerlöscher alle zwei Jahre überprüfen lassen. Wenn du unsicher bist, wie man ihn bedient: Frag uns. Bei Übungen zeigen wir es gerne.