Ratgeber

Feuerlöscher: welcher, wohin und wie oft prüfen

Schaum, Pulver oder Löschdecke? Was ins Haus gehört, wo er hängen soll und wie du ihn im Ernstfall bedienst.

Einen Feuerlöscher braucht man hoffentlich nie. Wenn doch, muss er sofort funktionieren. Dafür müssen drei Dinge passen: der richtige Typ, der richtige Platz, und du musst ihn bedienen können, wenn es brennt.

Brandklassen: was brennt da eigentlich?

Jeder Löscher trägt Buchstaben, die sagen, wofür er taugt.

  • A: feste Stoffe: Holz, Papier, Textilien, Kunststoff
  • B: Flüssigkeiten: Benzin, Öl, Lacke, Spiritus
  • C: Gase: Erdgas, Propan
  • D: Metalle (Werkstatt, selten im Haushalt)
  • F: Speiseöle und Fette in der Küche

Welcher Löscher gehört wohin

Ort Empfehlung
Wohnung, Flur Schaumlöscher 6 l (A, B), gut zu dosieren, kaum Folgeschäden
Küche Löschdecke oder Fettbrandlöscher (F). Wasser ist hier tabu
Heizraum, Garage, Werkstatt Pulverlöscher 6 kg (A, B, C). Löscht am meisten, macht aber alles staubig
Auto Pulverlöscher 2 kg, fest montiert und erreichbar
Hof, Stall, Scheune mehrere Pulverlöscher an den Zugängen, dazu ein Wasserschlauch

Der Löscher gehört dorthin, wo du bei einem Brand hinkommst: in den Flur, nicht in die hinterste Ecke des Raumes, in dem es brennt. Hängend auf Griffhöhe, nicht hinter Jacken.

Prüfung: alle zwei Jahre

Ein Feuerlöscher muss alle zwei Jahre von einem Fachbetrieb überprüft werden. Das Datum der nächsten Prüfung steht auf der Plakette. Zwischendurch genügt einmal im Monat ein Blick: Druckanzeige im grünen Bereich, Plombe unversehrt, Schlauch nicht spröde. Nach 20 bis 25 Jahren gehört er ersetzt. Prüfaktionen in der Gemeinde geben wir unter Veranstaltungen bekannt.

So löschst du richtig

  1. Zuerst 122 wählen, auch wenn du glaubst, du schaffst es allein. Die Feuerwehr kommt und dreht gegebenenfalls wieder um.
  2. Sicherung ziehen, Löscher aufrecht halten, zwei bis drei Meter Abstand.
  3. Von unten nach oben, von vorne nach hinten löschen, mit dem Wind, in kurzen Stößen statt in einem Zug.
  4. Nachlöschen und Glut beobachten. Brände flammen gerne wieder auf.

Löscht du nicht mit den ersten Stößen, dann lass es: Raum verlassen, Tür schließen, raus, Feuerwehr einweisen. Ein Feuerlöscher ist für den Entstehungsbrand da: den Papierkorb, den Adventkranz, die Pfanne. Nicht für das brennende Zimmer.

Was im Brandfall sonst zählt, steht unter Rauchmelder und Verhalten bei Brand.

Häufige Fragen

Wie oft muss ein Feuerlöscher überprüft werden?

Alle zwei Jahre durch einen Fachbetrieb. Das Datum steht auf der Prüfplakette am Löscher. Dazwischen reicht ein Blick auf Druckanzeige (grün) und Plombe.

Welcher Feuerlöscher ist für die Wohnung richtig?

Ein 6-Liter-Schaumlöscher für die Brandklassen A und B. Er löscht Holz, Textilien, Kunststoff und Flüssigkeiten und hinterlässt keinen Pulverstaub in der ganzen Wohnung. Für die Küche zusätzlich eine Löschdecke oder ein Fettbrandlöscher (Klasse F).

Darf ich brennendes Öl mit Wasser löschen?

Nie. Wasser verdampft schlagartig und schleudert das brennende Öl als Feuerball aus dem Topf. Deckel drauf, Herd aus, Löschdecke oder Fettbrandlöscher.

Wie lange hält ein Feuerlöscher?

Bei regelmäßiger Prüfung etwa 20 bis 25 Jahre. Danach tauschen, Dichtungen und Löschmittel altern.